Die Lehre der Bibel 15.

Lektionen 15 und die adresse.

31:

SIND,

SO WIR BEIM STERBEN GLEICH IN DEN HIMMEL

ODER IN DIE HÖLLE KOMMEN,

DIE UNTENSTEHENDEN AUFERWECKTEN

AUS DEM HIMMEL ODER AUS DER HÖLLE ZURUCKGEFUHRT WORDEN?

1: 1 Sam. 28:7-19, Samuel vom Weibe zu Endor heraufgebracht.
2: 1 Kön 17:17-24, der Sohne der Witwe aus Zarpath, durch Elias.
3: 2 Kön. 4:18-36, der Sohn der Sunamitin durch Elisa.
4: Lukas 7:11-15, der Sohn der Witwe zu Nain von Jesum Christum.
5: Markus 5:22-43 Töchterlein des Jairus von Jedsum Christum
6: Johannes 11:1-14, und 37-43 Lazarus von Jesus Christum
7: Apostelg. 9:36-41 Tabea durch Paulus
8: Apostelg. 20:9-12 Eutychus durch Paulus

Sowohl während des alten wie auch des neuen Bundes haben Auferweckungen von Toten stattgefunden.

Sie sind die Offenbarung einer besonderen Kraft Gottes.

Wir müssen Auferweckungen unterscheiden von Auferstehung " auferweckenn steht in der Bibel manchmal statt "auferstehen".

Diejenigen, die aus dem Tode auferweckt wurden, sind wieder gestorben, denn sie waren nicht zur Unverweslichkeit auferweckt worden.

Am Tage der Auferstehung jedoch werden die Entschlafenen einen unverweslichen Leib empfangen, einen Leib, welcher der Macht des Todes nicht unterworfen ist. Dann wird der Tod vom Leben im Sieg verschlungen sein.

Durch die Auferweckung ist der Beweis für die Möglichkeit geliefert worden, daß es eine Auferstehung gibt.

Die Antwort auf den Titel dieser Schrift ist aufgrund des Wortes Gottes, daß die genannten Auferweckten weder aus dem Himmel noch aus der Hölle zurückgerufen wurden, sondern aus dem Totenreich.

Niemand unserer Schöpfung befindet sich im Himmel oder in der Hölle.

Durch den Fall unserer Stammeltern ruhte auf ihnen und ihrer ganzen Nachkommenschaft der Zorn und der Fluch Gottes.

Allein schon aus diesem Grund könnte keiner derjenigen, die vor der Himmelfahrt Christi gestorben waren, im Himmel sein, da erst durch das Erlösungswerk Christi der fordernden Gerechtigkeit Gottes Genüge getan wurde.

Denn das Erlösungswerk Christi gilt nicht nur denen, die zugleich mit Christum auf Erden lebten und für diejenigen, die später geboren werden sollten, sondern gilt auch für diejenigen, die in den vergangenen Jahrhunderten gestorben waren.

Die Auferweckten sind nicht aus der Hölle gekommen, um ihrer Strafe vorübergehend zu entrinnen, und auch nicht aus dem Himmel, um vorübergehend das himmlische Leben zu entbehren.

Es ware für die betreffende Person gewiß keine Wohltat, falls er aus dem Himmel wieder auf die Erde gekommen ware.

Es ist nur EINER aus dem Himmel auf die Erde gekommen, nämlich unser HErr und Heiland.

Er hat Seine Herrlichkeit verlassen, um den Menschen gewissermaßen gleich zu werden und für die Menschen den Kreuzestod zu sterben.

Nachdem Er alles vollbracht hatte, ist der Heiland gen Himmel gefahren, um dort an der Rechten des Vaters Platz zu nehmen, und um dort den Seinen die Statte zu bereiten.

Es ist also deutlich, daß vor dem Kommen des Sohnes Gottes keiner in den Himmel kommen konnte, denn sonst ware für sie das Erlösungswerk Christi Uberflüssig gewesen.

Deshalb sagt der Apostel Paulus in Hebr. 11,13: "Diese alle sind gestorben im Glauben und haben die Verheißung nicht empfangen, sondern sie von ferne gesehen und sich ihrer getröstet und wohl genügen lassen und bekannt, daß sie Gäte und Fremdlinge auf Erden waren."

Und Vers 39-40: "Diese alle haben durch den Glauben Zeugnis überkommen und nicht empfangen die Verheißung, darum daß Gott etwas Besseres für uns zuvor ersehen hat, daß sie nicht ohne uns vollendet uml;rden."

In 1, Sam. 28: 7-19 lesen wir, daß Saul, von Gott als König verworfen, den verstorbenen Propheten Samuel hat heraufbringen lassen.

Gott hat untersagt, mit verstorbenen Menschen in Verbindung zu treten und im Einklang mit diesem Gebot hatte König Saul die Wahrsager und Zeichendeuter vom Lande ausgerottet, damit keiner von ihren Diensten Gebrauch machen konnte.

Da Gott dem ungehorsamen König Saul nicht mehr antwortete, weder durch Träume, noch durch Licht, noch durch Propheten, begab er sich auf einen Weg, welcher von Gott verboten war um zu wissen, ob er den Sieg über die Philister erringen würde, die gekommen waren um gegen Israel zu kämpfen.

Durch seine Knechte erfuhr Saul, daß es zu Endor ein Weib gab mit einem Wahrsagergeist.

Saul wechselte seine Kleider und vermummte sich also, daß die Wahrsagerin zu Endor ihn nicht erkannte. Diese Frau hatte Bedenken, dem Verlangen des vermummten Saul zu entsprechen und jemand aus den Toten heraufzubringen.

Saul schwor ihr, daß sie nicht bestraft werden würde. Auf die betreffende Frage erwiederte Saul: "Bringe mir Samuel herauf.!" Dies geschah. Da wurde es der Wahrsagerin deutlich, daß er Saul war, weshalb sie sagte: "Warum hast du mich betroge.? Du bist Saul.!"

Die Frau sah den heraufgebrachten verstorbenen Propheten, Saul sah ihn aber nicht.

Samuel sagte zu Saul: "Warum hast du mich unruhig gemacht, daß du mich heraufbringen läß.??"

Nachdem Saul diesem den Grund des Heraufbringens mitgeteilt hatte, antwortete dieser, daß Saul von Gott verworfen worden sei, gleich wie ihm bereits mitgeteilt worden sei, als der Prophet noch auf Erden war.

Ferner sagte Samuel: "Morgen wirst du und deine Söhne mit mir sein.Auch wird der Herr das lager Israels in der Philister Hände geben."

Der Geist Samuels war nicht im Himmel, sondern im Totenreich, in welches auch die Geister Sauls und dessen Söhne kamen, nachdem sie im Kampf gegen die Philister gefallen waren.

1 Kön.17,17-24: In dieser Schriftstelle lesen wir, daß Gott den verstorbenen Sohn einer Witwe zu Zarpath aus den Toten auferstehen ließ um des Gebetes Elias, des Thisbiters.

In jenen Tagen gab es in Israel eine große Hungersnot, da es 3 Jahre nicht regnete und keinen Tau gab. Es regierte Ahab und unter dessen gottloser Regierung war Israel sehr weit vom HErrn abgewichen. "Ahab, der Sohn Omris tat, was dem Herrn übel gefiel, uber alle, die vor ihm gewesen waren." So lesen wir in 1.Kön.16:3O.

Elias mußte sich vor Ahab und Isebel am Bache Krith verbergen. Er mußte vom Bach trinken und die Raben--völlig ihrer Natur zuwider--brachten ihm Nahrung. Danach mußte Elias auf Befehl Gottes zu einer heidnischen Witwe gehen, welche ihn versorgen würde.

Diese Witwe hatte nur noch eine Handvoll Mehl im Kad und ein wenig Öl im Krug, aber Elias sagte ihr im Namen Gottes: "Das Mehl im Kad soll nicht verzehrt werden, und dem Ölkrug soll nicht mangeln bis auf den Tag, da der Herr regnen lassen wird auf Erden."

Dies geschah, so daß Elias und die Witwe mit ihrem Haus vor dem Hungertod bewahrt blieben. Das Glück der Witwe wurde jedoch überschattet, da ihr Sohn von einer tödlichen Krankheit angegriffen wurde, so daß er starb.

Der HErr erhörte in Seiner Gnade das Gebet Elias, der den HErrn anrief mit den Worten: "Herr, mein Gott, laß die Seel dieses Kindes wieder zu inm kommen. !"

Die Seele kam hierauf wieder in den Leib des Kindes, so daß seine Mutter ausrief: "Nun erkenne ich, daß du ein Mann Gottes bist, und des Herrn Wort in deinem Munde ist Wahrheit."

Laut Lukas 4,25-26 hat der HErr Jesus auf dieses Ereignis hingewiesen.

2.Kön.4,18-S6: Der Prophet Elisa war dem Propheten Elias nachgefolgt. Elias ist nicht gestorben, sondern wurde vor den Augen Elisas vom HErrn weggenommen gleich wie einst Henoch. l.Mose 5,:24; Hebr.11:5.

Henoch--vor dem Gesetz---und Elias---unter dem Gesetz---sind deshalb Typen - Vorausdeutungen - der Versiegelten die nicht sterben werden, sondern lebendig ubrigbleiben werden auf die Zukunft des HErrn.

Die Brautgemeinde wird deshalb auch die Elias-Zeugen genannt. Diejenigen, die nach der Himmelfahrt der Elias-Zeugen das prophetisch-apostolische Zeugnis predigen werden, sind die Elisa-Zeugen--Der Geist Elias ruhte ja auf. Elisa---.

Diese Letzteren kommen in die große Trübsal.

Es hat dem HErrn gefallen, auch durch Elisa Wunder zu verrichten zu Ehren Seines Namens.

In 2.Kon. 4,1-7 steht, daß eine Witwe unter den Weibern der Kinder der Propheten in groß Not geraten war, da sie ihre Schuld nicht bezahlen konnte. Der Schuldherr wollte ihre zwei Kinder wegnehmen zu seinen leibeigenen Knechten. Auf dessen diesbezügliche Frage sagte sie zu Elisa, dem sie ihre Not klagte, daß sie nichts denn einen Ölkrug im Hause habe.

Da sagte Elisa: "Gehe hin und bitte draußen von allen deinen Nachbarinnen leere Gefaße, und derselben nicht wenig, und gehe hinein und schließe die Tür hinter dir und deinen Söhnen und gieße in alle efäße, und wenn du sie gefühlt hast, so gib sie hin."

Darauf ließ die Frau durch ihre Söhne Gefäße bringen. Sie nahm den Krug, gefüllt mit Öl und goß daraus Öl in die leeren Gefäße. Nun geschah das Wunder, denn das Öl im Krug wurde nicht weniger bis alle Gefäße voll waren. Sie erzahlte Elisa, was geschehen war, worauf er erwiderte: "Gehe hin, verkaufe das Öl, und bezahle denen Schuldherren, du aber und deine Söhne nähret euch von dem ubrigen."

Danach kam Elisa gen Sunem, wo eine reiche Frau war. Diese Frau lud Elisa zu einer Mahlzeit, welcher Bitte Elisa entsprach. Danach kehrte Elisa öfter dort ein, wo für ihn eine Kammer mit Bett bereitet worden war.

Elisa belohnte sie, indem er ihr sagte, daß sie, die kinderlos und deren Mann alt war, in einem Jahr einen Sohn herzen würde. Dies geschah. Aber eines Tages starb das Kind. Sie ging persönlich zu Elisa, dem Mann Gottes, um ihm den Tod ihres Sohnes mitzuteilen. Auf ihr Drangen ging Elisa mit ihr nach Hause, wo er in der Kammer des Toten zum HErrgott betete, nachdem er die Tür zugeschlossen hatte....."und stieg hinauf und legte sich auf das Kind,und-legte seinen Mund auf des Kindes Mund und seine Augen auf seine Augen und-seine Hände auf seine Hände und breitete sich aldo uber ihn, daß des Kindes Leib warm ward"".

Dies tat er noch einmal. "Der Junge schaubte siebenmahl; danarch tat der Knabe seine Augen auf."

Auf Befehl Elisas ging Gehasi zur Mutter des Kindes. Sie kam und erhielt ihr Kind lebendig wieder.

Im alten Testament wird noch eine Erweckung aus den Toten erwahnt und zwar in 2.Kön.13:21: "Und begab sich, daß man einen Mann begrub; da sie aber die Kriegsleute sahen, warfen sie den Mann in Elisas Grab. Und da er hinein kam und die Gebeine Elisas berührte, ward er lebendig und trat auf die Füße."

Hieraus geht hervor, daß der HErrgott noch durch die Gebeine Seines Knechtes Elisa ein großes Zeichen verrichtete, was zu Stärkung des Glaubens Seines Volkes dienen sollte, das von Feinden umringt war.

So lesen wir Apg. 5,15, daß Kranke gesund wurden, indem sie in den Schatten von Petrus und anderer Apostel kamen.

Laut Apg.19,12 wurden Kranke geheilt, indem Schweißtücher oder Binden von Paulus auf sie gelegt wurden.

Hierdurch tritt stark hervor, wie Gott in manchen Zeiten auf wundervolle Weise den Menschen Seine Gnade und Kraft beweisen will.

In Hebr.11:35 steht: "Weiber haben ihre Toten durch Auferstehung wieder bekommen. Andere aber sind zerschlagen und haben keine Erlosung angenommen, auf daß sie die Auferstehung, die besser ist, erlangten."

Diese Frauen werden in dieser Schriftstelle erwähnt. Andere Menschen sind zu Tode gemartert worden, weil sie---es handelt sich um Juden--- ihrem Glauben nicht abschwören wollten. Man sagte ihnen, daß man sie töten würde, wenn sie ihren Glauben nicht verlassen. Man bot ihnen also Erlösung, Befreiung an. Aber sie starben lieber, als daß sie den Gott ihrer Vater verleugneten. Sie sehnten sich nach einer besseren Auferstehung, nach einer besseren Erlösung vom Tod. Sie glaubten, daß sie, wenn sie getö tet worden waren, einst auferstehen würden aus dem Grabe zu einem ewigen seligen Leben.

Im 7.Kapitel des 2.Buches der Makkabaer lesen wir von sieben Brüdern und ihrer Mutter, welche wegen ihres Glaubens von einem König---Antiochius Epiphanes---ums Leben gebracht worden waren. Am Anfang dieses Kapitels steht: "Es wurden auch sieben Brïder mitsamt ihrer Mutter gvangen genommen, und mit Geisseln und Riemen gestäupt und geddrungen vom Konig, daß sie sollten Schweinefleisch essen, was ihnen im Gesetz verboten war!Da sagte der Älteste von ihnen also: " Was willstt du viel und von uns wissen? Wir wollen eher sterben, denn etwas wider unser väterliches Gesetz handeln." Da ergrimmte der König und befahl, man solle eilend Pfannen und Kessel über das Feuer setzen.! Da man das getan hatte, gebot er, man sollte dem Ältesten die Zunge ausschneiden und die Hände und- Füße abhauen, daß die anderen Brüder und die Mutter sollten zusehen. Als er nun so verstümmelt war, ließ er ihn zum Feuer führen und in der Pfanne braten. Und da die Lohe allenthalben in die Pfanne schlug, ermanten sie sich untereinander samt der Mutter, daß sie unverzagt stürben, und sprachen: Gott der Herr wird das Recht ansehen und uns gnädig sein, wie Mose in seinem Gesang, darin er ins Angesicht wider die zeugt, verkündigt und spricht: "Und seinen Knechten wird er gnädig sein.""

Der HErr Jesus hat dreimal Tote auferweckt wahrend Seines Lebens auf Erden; erstens den Sohn der Witwe zu Nain; zweitens die Tochter des Jairus, drittens Lazarus.

In Psalm 33, 9 lesen wir:""Denn so er spricht, so geschieht's; so er gebeut, so steht's ""

Dieses Wort gilt auch dem Gottmenschen Jesus Christus, der zum toten Jüngling zu Nain sagte: "Jünling, ich sage dir stehe auf." Und der Tote richtete sich auf und fing an zu reden.

Elias und Elisa haben zu Gott gebetet, den Toten das Leben wiederzugeben: aber Christus, der Gottmensch, hat zu befehlen, denn Er ist der König des Reiches Gottes.

Nicht auf das Gebet, sondern auf den Befehl Christi wurde auch das Töchterlein des Jairus, einer der Obersten der Schule, aus den Toten auferweckt. Der Befehl Christi lautete : "Talitha kumi!" das heißt: "Mägdlein, ich sage dir, stehe auf..!", nach welchem Befehl das Mädchen aufstand und wandelte.

Diese göttliche Tat erfüllte die Augenzeugen mit großem Entsetzen. "Und er verbot ihnen hart, daß es niemand wissen sollte, und sagte, sie sollten ihr zu essen geben". Mk. 5: 43.

Jede Wundertat Jesu nährte die Feindseligkeit der Übelgesinnten.Diese sollten deshalb nicht alles wissen, damit Christus sich nicht zu viel vor ihnen verbergen mußte. Das auferweckte Kind brauchte Nahrung, denn ihr Magen war leer. Keiner dachte daran, wohl aber der HErr. Das Kind war zum natürlichen leben zurückgekehrt und brauchte deshalb natürliche Nahrung.

Kurz bevor der Sohn Gottes für die Sunden der Menschen starb, hat Er noch eine große Tat verrichtet, indem Er Lazarus auferweckte, dessen Leib bereits durch das warme Klima verweste.

Der tote Leib des Jünglings zu Nain und der des Töchterleins des Jairus waren noch über der Erde, aber der entseelte Leib des Lazarus war bereits in eine Grabkluft gelegt worden, wo er vier Tage gelegen hatte, bevor der Sohn Gottes kam, um Seine große Tat zu verrichten.

Christus sagte mit großer Stimme: "Lazarus, komme heraus.!". Lazarus kam tatsächlich lebend aus der Kluft---von welcher der Sohn Gottes vorher den Stein hatte wegnehmen lassen---, gebunden mit Grabtüchern an Handen und Füßen und sein Antlitz verhüllt mit einem Schweißtuch. Auf des HErrn Befehl wurden diese Tücher von Lazarus genommen. Die Menschen konnten den Stein und die Tücher wegnehmen, aber was die Menschen nicht konnten hat der HErr getan. Sie mußten Lazarus nicht nur lösen, sondern auch gehen lassen.

Wohin? In seine Wohnung, um dort Speise und Trank zu sich zu nehmen zur Starkung seines wiederbelebten Leibes.

Etliche der Augenzeugen gingen zu den Feinden des Herrn-- den Pharisäern--, um diesen zu sagen, was der HErr getan hatte. Darauf versammelten sich die Pharisäer und die Hohenpriester mit dem jüdischen Rat, der den Entschluß faßte, den HErrn Jesus zu töten.

Da der Heiland den Entschlus des jüdischen Rates wußte, ging Er nach dem Lande bei der Wüste, zur Stadt Ephrem, um sich dort mit Seinen Jüngern aufzuhalten.

Laut Joh.12,10 wollten die Hohenpriester auch den auferweckten Lazarus töten, da er ein lebendiger Beweis Seiner Macht war. Diese Hohenpriester und Pharisäer irrten, was menschlich ist. Nicht irren ist göttlich, aber beim Irrtum beharren, ist teuflisch.

Es gibt eine Sage, daß Lazarus dreißig Jahre alt gewesen ware, als er durch den HErrn das irdische Leben zurückempfing.

Das Evangelium des Johannes wurde viel später als die anderen Evangelien geschrieben. Die drei anderen Evangelien erwähnen nichts von der Auferweckung des Lazarus, der laut genannter Sage noch dreißig Jahre gelebt haben solt. Um die Feindseligkeit nicht zu reizen, und um Lazarus, den man hatte töten wollen, nicht erneut der Gefahr auszusetzen sollen die Verfasser der ersten drei Evangelien nichts von seiner Auferweckung erwähnt haben.So will man dieses Verschweigen der Auferweckung des Lazarus erklären.

Johannes könne dies wohl erwähnen, da Lazarus damals gestorben war. Es ist jedoch nicht erwiesen, daß diese Erklärung richtig ist.

Johannes hat in seinem Evangelium vorzugsweise das erwähnt, was von den anderen Evangelisten verschwiegen worden war.

Die Auferweckung des Lazarus kann eine geistliche Bedeutung geben. Vier Tage hat sein toter Leib in einer Grabkluft gelegen. Danach kam durch das Machtwort Christi das Leben hinein.

Ein Tag bei Gott ist bei uns tausend Jahre laut Psalm 90,4 und 2.Petr. 3,8. Christus der Erlöser von Sünde und Tod, kam viertausend Jahre nachdem Gott die Verheißung im Paradies gegeben hatte, namlich: ".der Same des Weibes wird dir den Kopf zertreten und du--die Schlange--wirst ihn in die Ferse stechen."

Viertausend Jahre lang lag die Menschheit unter dem Fluch Gottes, im Grab der Sünde und des Todes. Durch die Erlösung Christi kann der Mensch daraus auferstehen.

Lazarus heißt: "Dem Gott hilft."

Durch Seinen Sohn hilft auch Gott dem Menschen, errettet ihn und macht ihn selig.

Der Heiland hat durch Seine Auferstehung nach vier Tagen das Leben und die Unverweslichkeit von viertausend Jahren ans Licht gebracht für den, der die errettende und helfende Hand Gottes ergreift.

Der Mensch, der tot ist durch die Missetaten und Sünden, muß sich reinigen lassen im Blute Christi; er muß bekleidet werden mit der Gerechtigkeit und dem Heilsverdienst Christi; er muß angetan werden mit der Kraft des Heiligen Geistes und den Weg betreten, welcher ins ewige, selige Leben führt.

Man hat den auferweckten Lazarus töten wollen.

In Zeiten der Glaubensverfolgung hat man auch oft töten wollen und hat auch diejenigen getötet, die aus Christum das neue Leben empfangen haben.

Auch strengt sich der Böse an, diejenigen, die von Christum freigekauft wurden, wieder in seine Macht zu bekommen.

Mt.10:8: Der HErr Jesus sagte einst zu Seinen zwölf Jüngern: ""Macht die Kranken gesund, reinigt die Aussätzigen, weckt die Toten auf, treibt die Teufel aus. Umsonst habt ihr's empfangen, umsonst gebt es auch."

In der Heiligen Schrift werden nur zwei Auferweckungen erwahnt, von Aposteln verrichtet.

Bezüglich Eutychus, Apg. 20,9-12, ist es -jedenfalls für mich, JvB.-zweifelhaft, ob hier die Rede ist von Auferweckung eines Toten, da der Apostel Paulus sagte: ""Machet kein Getümmel, denn seine Seele ist in ihm.""

Aufgrund dieser Worte war der Jüngling, der laut Vers 9 tot aufgehoben wurde, bewußtlos durch seinen Fall aus dem dritten Stock.

Es gab im Saal, wo Paulus bis Mitternacht eine Rede hielt, viele Lampen und durch die Öllampen war der Saal erfüllt von Qualm, der schläfrig macht. Außerdem war es Mitternacht. Außerdem hatte Paulus kein Machtwort geredet. Dennoch geschah hier ein Wunder, da der Jüngling weiter keine schädlichen Folgen seines Falles erfuhr. "Sie aber brachten den Knaben lebendig und wurden nicht wenig getröstet."

Dagegen lesen wir von Petrus, daß er zur tiefbetrauerten entschlafenen Jüngerin sagte: "Tabea, stehe auf." Danach tat sie ihre Augen auf, und als sie den Apostel Petrus sah, setzte sie sich wieder.

Schließlich weise sich noch auf ein Wort des HErrn Jesu hin, nämlich auf dieses: "Und niemand fährt gen Himmel denn der vom Himmel herniedergekommen ist, nämlich des: Menschen Sohn, der im Himmel ist." Joh.3.13.

Der HErr Jesus ist aus dem Himmel herniederkommen, um in menschlichem Fleisch auf Erden zu wohnen.

Er, der aus dem Himmel herniederkam, ist, nachdem Er das Erlösungswerk vollbracht hatte, wieder in den Himmel zurückgefahren. Siehe auch Joh, 6, 62.

Es steht geschrieben: "der im Himmel ist."--also nicht "war".

Trotz der Tatsache, daß Christus auf Erden war, war Er dennoch immer im Himmel durch die ununterbrochene Gemeinschaft welche Er mit Seinem Vater hatte, mit dem Er vollkommen eins war.

Laut Joh.10.30 hat Er gesagt: "Ich und der Vater sind eins."

Elias wurde zwar vor den Augen Elisas in den Himmel aufgenommen, aber hieraus dürfen wir nicht entnehmen, daß er wirklich in den Himmel--wo Gott wohnt--- gekommen ist.

Er hatte das Vorrecht. nicht zu sterben, aber--meiner Meinung nach,JvB.-- sein Geist kam ins Totenreich, gleich wie der Geist von Mose, der von Gott selber begraben wurde und dessen Grab niemals bekannt geworden ist. 5.Mose 34,5-6.

Die Brautkirche Christi erwartet Sein Kommen in Herrlichkeit. Der himmlische Bräutigam bereitet im Himmel die Stätte für die Seinen, auf daß sie dort sein werden wo Er ist, das Haupt der Kirche.

Einst wird die Entrückung des Erstlingsvolkes des HErrn stattfinden und wird das Gebet erfüllt, welches wir finden in Joh.17,24: "Vater, ich will, daß wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast; denn du hast mich geliebt, ehe denn die Welt gegründet ward.""

ENDE

 
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