Röm.8:19-23. Die Kreatur ist der Eitelkeit, der Vergänglichkeit unterworfen.
Durch den Sündenfall ruht Gottes Fluch auf der Kreatur und der Schöpfung. Es herrschen Krankheit und Tod, Das Leben ist voller Mühsal und Leid. In der ganzen Schöpfung herrscht ein Klageton.
Alles was lebt muß sterben. Es ist ein Aufgehen, Glänzen und Zugrundegehen. Wir leben hier in einem unvollkommenen Zustand.Die Kräfte der Sünde gelten hier auf Erden.
Der Böse führt noch die Herrschaft. Wir, von Christum erlöst, sehen von diesem nichtigen Leben aus in unser ewiges Vaterland.
Wir, die erfüllt sind mit der Hoffnung und dem Troste des ewigen Lebens, erwarten die Stadt, die einen ewigen Grund hat, nämlich das himmlische Jerusalem. Auf Erden gibt es keine unvermischte Freude, keinen ungestörten Frieden.
Man hort überall Seufzen und Weinen.
Der Mensch hofft immer wieder auf eine bessere Zeit, was beweist, daß er nicht in einem vollkommenen Zustand ist. Man jagt Veranderungen nach, man strebt nach Verbesserung. Hieraus entstehen sogar Kriege, die immer Etend über die Menschheit bringen. Der Fluch, den Gott über die Schöpfung ausgesprochen hat, ist immer noch nicht weggenommen worden; denn mit Schmerzen wird geboren; im Schweiße seines Angesichtes müß der Mensch sein Brot essen, er ist Erde und soll zu Erde werde.
Auch im Tierreich ist der Einklang durch den Sündenfall gestört worden. Davon zeugen die reißenden Tiere und die krankheitserregenden Bazillen. Gott sagte zu Adam, daß der Acker um seinetwillen verflucht sei und daß er sich sein Leben lang mit Kummer darauf nähren sollte. l.Mose 3,17.
Einst wird der Fluch aufgehoben werden und dann wird Jesaja 65,17-25 in Erfüllung gehen, so daß weder die Stimme des Weinens noch die des Klagens je gehört werden sollen, und wilde Tiere nicht mehr blutdürstig sein werden."Wolf und Lamm solen weiden zugleich, der Löwe wird Stroh essen wie ein Rind und die Schlange soll Erde essen.Sie werden nicht schaden noch verderben auf meinem ganzen Heiligen Berge, spricht der Herr."
Der gekreuzigte Heiland stand am dritten Tag aus dem Grabe auf, wodurch Er die Unverweslichkeit ans Licht gebracht hat. Durch Sein Machtwort werden Seine entschlafenen Getreuen unverweslich auferstehen, und dann werden Versiegelte--die klugen Jungfrauen--, die noch auf Erden leben, im Nu die Unverweslichkeit empfangen. Sie werden also einen unverweslichen sündefreien Leib erhalten, und diese Äußerung ist:"unseres Leibes Erlösung". Röm.8,23.
Nach der Entrückung der getreuen Versiegelten wird der Widerchrist seine gottlose Macht in der ganzen Kraft auf Erden offenbaren.
Sodann kommt der Herr Jesu mit Seinen verherrlichten Heiligen zum Gericht. Der Satan und dessen Diener werden von Christum gebunden werden und auf Erden wird der Lebensfürst mit Seinen verherrlichten Heiligen herrschen. Dies ist also die Offenbarung der Kinder Gottes, von der Röm.8:19 spricht: "Denn das ängstliche Harren der Kreatur wartet auf die Offenbarung der Kinder Gottes."
Dies heißt, daß die Kreatur mit heißer sehnsucht darauf wartet; daß es also bewußt oder unbewußt ein Heimweh nach dem verlorenen Glück gibt.
Nach der Verherrlichung und der Offenbarung der Kinder Gottes wird das verlorene Glück der Menschheit, die dann auf Erden lebt, wiedergegeben werden.
Es wird dann ein Paradieszustand herrschen auf Erden. Gleich wie eine gebarende Frau sich nach der Geburt des Kindes sehnt, so befinden sich Kreatur und Schöpfung in Kindesnöten, bis die Geburt neuer Himmel und einer neuen Erde--freigemacht von Sünde, Krankheit und Tod---, stattfinden werden.
1.Thess. 4:15-18: Die Hoffnung der Gläubigen zu Thessalonien war auf die Wiederkunft des HErrn gerichtet. Von Zeit zu Zeit wurde ein Bruder oder eine Schwester aus ihrer Mitte weggenommen. Man meinte, diese Entschlafenen würden bei der Wiederkunft des HErrn in Herrlichkeit nicht entrückt werden.
Apostel Paulus war durch Weissagung offenbart worden, daß vor der Wiederkunft Christi die Auferstehung aus den Toten--die erste Auferstehung-- stattfinden werde.
Man brauchte sich also nicht um die Gläubigen zu sorgen, die entschlafen waren. Christus ist nach Seinem Kreuzestod in den Hades gegangen, wo Er für die Seinen das Paradies geöffnet hat.
Am dritten Tag stand Er aus dem Grabe auf, zeigte sich in Seinem Auferstehungsleib von Zeit zu Zeit den Seinen und fuhr sodann gen Himmel.
Der Tod hat Christus nicht festhalten können, Wie eine starke Posaune wird die Stimme des HErrn im Paradies--Totenreich--erschallen und die Geister der vollkommenen Gerechten werden mit einem unverweslichen Leib umhüllt werden.
"Gott aber hat den Herrn auferweckt und wird auch uns auferwecken durch Seine Kraft."
So lesen wir in 1.Kor. 6:14: Bei Gott ist nichts unmöglich."Darnach wir, die wir leben und übrig bleiben, werden zugleich mit ihnen hingerück werden also mit den auferstandenen Entschlafenen in den Wolken dem Herrn entgegen in der Luft, und werden also bei dem Herrn sein allezeit" l.Thess. 4,17.
Paulus schreibt "wir." Er meint dieses "wir" im allgemeinen Sinne. Es war Paulus nicht vergönnt zu dem Wort "wir" zu gehören, und auch denen, für die der betreffende Brief ursprünglich bestimmt war, nicht.
Es sollten noch Jahrhunderte vergehen.
Die Verheißungen des HErrn sind untrüglich. Es wird gewiß ein Teil der Kirche Christi übrigbleiben, der gleich wie Henoch und Elia dem natürliche Tode entkommen wird.
Auch 1.Kor.15:51 zeugt davon: "Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandet werdem".
Auch hier spricht Paulus "wir." Er ist jedoch seit vielen Jahrhunderten entschlafen und alle, denen er dies geschrieben hat, ebenfalls.
Wir müssen jedoch immer die Verheißung der Wiederkunft des HErrn in Herrlichkeit festhalten und nicht den Spöttern Gehör schenken, die sagen: "Wo ist die Verheißung seiner Zukunft.? Denn nachdem die Väter entschlafen sind, bleibt es alles, wie es von Anfang der Kreatur gewesen ist." 2.Petr 3,4.
Wenn der HErr kommt, so kommt Er nicht auf Erden, denn die Brautgemeinde wird von der Erde aufsteigen und dann wird sie dem himmlischen Bräutigam in der Luft begegnen.
Solange dies nicht erfolgt ist, werden wir Standhaftigkeit an den'Tag legen müssen und weitergehen in der Überzeugung, daß unsere Arbeit im HErrn nicht eitel, vergeblich ist.
| 13: Matthias | Apg. 1:21-26; | |
| 14: Paulus, | Apg. 13:1-4 | |
| 15: Barnabas, | Apg. 13: 1-4 | |
| 16: Andronikus | Röm. 16:7 | |
| 17: Junias | Röm. 16:7 | |
| 18: Apollos | 1 Kor.1:12 und 1 Kor.4:6-9 | |
| 19: Jacobus | Gal.1:19 und 2:9;Dieser Jacobus war ein Bruder des Herrn. | |
Als der HErr Jesus auf Erden weilte, erwählte Er zwölf Männer zu Aposteln d.h. Gesandten. Zwölf ist die Zahl der Vollständigkeit. Zwölf Monate bilden ein Jahr.
In Israel hat ein Tag zwölf Stunden.
Drei ist die Zahl Gottes.
Vier ist die Zahl der Erde, vier Windrichtungen.
Drei mal vier macht zwölf und dies ist die sinnbildliche Zahl der Ordnungen des HErrn mit Seinem Bundesvolk.
So gibt es zwölf Stämme im fleischlichen Israel im alten Testament, aber auch das geistliche Israel des neuen Bundes hat zwölf Stämme.
Den zwolf Stammvätern als Häupter des natürlichen Israels stehen die zwölf Apostel als geistliche Stammväter und Häupter des geistlichen Israels gegenüber.
Die Zahl zwölf kommt in der Heiligen Schrift Ofters vor:
| 1: die 12 Söhne Jacobs | 1 Mose 35:22 | |
| 2: die 12 Wasserbrunnen in der Wüste | 2 Mose 15:27 | |
| 3: die 12 Edelsteine asuf dem Ambtsschild des Hohenpriesters | 2 Mose 28:11 | |
| 4: die 12 Fürsten aus Israel die als Eerstgeborene aus den Stamväter das ganze Volk voor Gott vetreten sollten | 4 Moses 1:44 | |
| 5: die 12 Kundschafter, die ausgingen,das gelobte Land auszukundschaften | 5 Mose 1:23 | |
| 6: die 12 Steine, welche Jozua mittem im Jordan aufrichten müßte | Jozua 4:9 | |
| 7: die 12 Steine, welche Josua bei Gilgal aufrichten müßte als ständige Zeichen | Josua 4:20 | |
| 8: die 12 Amtleute Salomos | 1 Kön. 4:7 | |
| 9: die 12 Rinder,welche Salomo auf Befehl ds Herrn unter dem Meer machen sollte | 1 Kön. 7:25 | |
| 10: die 12 Steine, die Elias für den Altar nahm | 1 Kön. 18:31,32 | |
| 11: die 12 Tore Jerusalems | Offenbarung 21:12 | |
Aufgrund dieser Vorbilder hat der HErr Jesus, als Er auf Erden war, nicht mehr und nicht weniger als zwölf Apostel gesandt. Ausschließlich die zwölf Apostel waren die geistlichen Kanale, die von Christum ausgingen, dem einzigen Apostel unseres Bekenntnisses, um durch ihre Handauflegung den Heiligen Geist jedem getauften Mitglied mitzuteilen als Pfand des zukünftigen Erbes.
Vor Seinem Kreuze tod hat der Heiland Seine Apostel ausschließlich zu den verirrten Schafen des Hauses Israel gesandt.
Nach Seiner Auferstehung hat Er ihnen befohlen, auszugehen in alle Welt.
Die zwölf Männer, die der HErr Jesus mit dem Apostelamt bekleidete, waren sterbliche Menschen, aber das Amt, das sie erhielten, ist unsterblich und ging nicht mit ihnen ins Grab.
Daß die ersten Apostel dies sehr gut einsahen, geht Apg.1:12-26.
Judas Ischariot hatte ebenfalls das Apostelamt empfangen, und durch seinen Tod war eine leere Stelle entstanden welche die elf Apostel besetzen lassen wollten.
Wir lesen, das sie zwei stellten, die sie für das Apostelamt geeignet hielten. Die Gaben des Heiligen Geistes hatte der HErr noch nicht gegeben und also auch noch nicht die Gabe der Weissagung, und daher waren die Apostel gezwungen, einen anderen Weg zu wählen, um zu wissen, wer dem HErrn als Apostel dienen sollte.
Nach einem gemeinsamen Gebet warfen sie, -nach altem jüdischem Brauch,-das Los, das auf Matthias fiel.
Hier wurde erfüllt Sprüche 16,33: "Das Los wird geworfen in den Schoß, aber es fällt, wie der Herr will".
Als danach der Heilige Geist ausgegossen wurde, war das Apostelamt in seiner Vollständigkeit da, Die Heilswahrheiten mußten an erster Stelle den Juden bekannt gemacht werden.
Das ist durch diese zwölf Apostel getan worden.
Der HErr sandte noch mehr Apostel, um den Heiden in den verschiedenen Ländern das Evangelium zu verkündigen. Der Apostel Paulus z.B.hat mit viel Eifer unter den Heiden gearbeitet. Seine und Barnabas Berufung finden wir beschrieben in Apg.13:1-4.
Ihre Berufung erfolgte in andere Weise als die des Matthias.
Sie wurden durch Propheten, durch die der Heilige Geist sprach, berufen. Der Heilige Geist war ausgegossen worden, und es war also nicht mehr erförderlich, daß das Los entscheiden würde. Die ersten zwölf Apostel waren vom HErrn persönlich berufen und gesandt worden, Matthias wurde durch das Los angewiesen--bestimmt--und Paulus und Barnabas wurden gleich den späteren Aposteln durch Propheten berufen, die unter Treibung des Heiligen Geistes sprachen; denn der Heilige Geist würde auf Erden die Stelle des verherrlichten Seligmachers einnehmen.
Dieser Geist würde es von dem Vater und dem Sohn nehmen und es den Gläubigen verkündigen.
In der Bibel werden noch mehr Apostel erwahnt.
Im Röm.16:7 lesen wir, daß Andronikus und Junias berühmte Apostel waren, so daß wir jetzt 17 Männer gefunden haben die mit dem Apostelamt betraut worden waren.
Den 18. Apostel--Apollos--,den der HErr sandte, lernen wir in 1.Kor.1:12 und 4:6-9 kennen.
Schließlich wird noch ein 19. Apostel erwähnt und zwar Jakobus, ein Bruder des Herrn. Gal.2:9.
Dieser Jakobus wird ebenfalls in Mt.13:55 genannt: "Ist ernicht eines Zimmemanns Sohn.! Heißt nicht seine Mutter Maria.? Und seine Brüder Jacob und Joses und Simon und Judas.?"
Mancher wird zwar behaupten, das dieser Jakobus derselbe sei, wie Jakobus, Sohn des Zebedaus, der zu den Zwölfen gehörte, aber hier steht deutlich daß dieser Jacobus der Bruder des HErrn war, und von den Brüdern des HErrn lesen wir, daß sie nicht an ihn glaubten; demnach muß dieser Jakobus nach der Himmelfahrt zum Apostelamt berufen worden sein. Joh.7:5.
Wir sehen also, daß der HErr Jesus, außer den Zwölfen, die Er berief, als Er noch auf Erden war, noch sieben andere Männer als Apostel gesandt hat.Diese genannten Männer waren mit denselben Kräften angetan wie die Zwölfe. die der HErr berufen hatte.
Daß wir in der Heiligen Schrift wenig von der Tätigkeit dieser sieben Männer lesen, kann nicht beweisen daß sie keine Apostel waren, denn von den anderen Apostel, die zu den Zwölfen gehörten, lesen wir auch nur wenig oder nichts.
Die Behauptung, daß da nicht mehr als zwölf Apostel gewesen seien, weil der HErr Jesus nur von zwölf Stühlen, Mt.19:28, geredet habe, auf denen zwölf Apostel sitzen würden, kann nicht richtig sein, weit sonst der Stuhl Judas Ischariot unbenutzt bleiben würde.
Ferner würden die Männer, die später zum Apostelamt berufen wurden, nicht auf einem Stuhl Platz nehmen können. Wir müssen daher dieses Versprechen des Heilandes so verstehen, daß alle Apostel die der HErr berufen und gesandt hat, diese Stühle abwechselnd besetzen werden, gleich wie die Priester des alten Bundes den Tempeldienst versahen nach einer gestellten Ordnung.
Man behauptet, nur diejenigen, die den Heiland im Fleische gesehen haben, könnten Apostel sein. Was sagt jedoch der auferstandene Heiland zu Apostel Thomas.?: "Dieweil du mich gesehen hast, Thomas, so glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!" Joh.20:29.
Und in Joh.6:62-63 sagt der HErr. :"Wie wenn ihr denn sehen werdet des Menschen Sohn auffahren dahin, da er zuvor war.? Der Geist ist's, der da lebendig macht; das Fleisch ist zu nichs nütze."
Durch die Tatsache, daß man den HErrn im Fleische gesehen hat, wird man nicht ein Apostel. Die ersten zwölf Apostel haben den Heiland im Fleische erkannt, aber auch Tausende von anderen Menschen, die nicht Apostel geworden sind.
Paulus schreibt 2.Kor. 5:16: "Darum kennen wir von nun an niemand nach dem Fleische; und ob wir auch Christum erkannt haben nach dem Fleische, so kennen wir ihn doch jetzt nicht mehr."
Paulus beruft sich in 1,Kor.9:1 darauf, daß er Jesum Christum gesehen hat; aber das tut er, weil sich falsche Brüder aus den Juden eingeschlichen hatten, die die Gemeinde von ihm abziehen wollten und ihn für einen minderwertigen Apostel hielten, weil er nicht mit dem HErrn gewandelt war.
Wir brauchen Apostel, die auf Erden leben, die die Kirche des HErrn verwalten und damit sie durch ihre Handauflegung mit Gaben und Kräften des Heiligen Geistes erfüllt werden kann.
Paulus schreibt in 1.Kor. 9:2: "Bin ich nicht anderen ein Apostel, so bin ich euer Apostel; denn das Siegel meines Apostelamtes seid ihr in dem Herrn."
Die Gaben und Kräfte des Heiligen Geistes finden wir in den christliche Kirchen nicht, und zwar weil dort keine Apostel sind.