Die Lehre der Bibel 12

Lektionen 25 und 26

25:

DIE KAUFHANDEL TREIBENDEN LEHRER

1 Kor. 6,20: Christus hat die Seinen teuer erkauft. Er hat den Lösepreis mit Seinem allerkostbarsten Blut bezahlt.

Das Blut der Böcke, Kälber und Ochsen konnte keine ewige Erlösung geben. Christus hat einst das Opfer gebracht auf welches alle alttestamentlichen Opfer sahen. Er hat die Reinigung unserer Sünden herbeigeführt und eine ewige Gerechtigkeit für uns erworben.

Die Welt gehört Christum. Nur dieser kann die Welt selig machen. Nur Er ist der gute Hirte. Er ist die Tür der Schafe. Durch Ihn haben wir Zutritt zum Stalt der Schafe.

Diejenigen. die sich auf andere Weise Zutritt verschaffen wollen sind Diebe und Mörder.Joh.10,1.

Diese haben keine guten Absichten und wollen Handel treiben mit den Seelen der Menschen.

Christus hat vorhergesagt, daß es falsche Christi und Propheten geben würde.

Wir denken hierbei z. B. an Hitler, der seinen Untertanen goldene Berge versprach.Die Männer, die für die Ideen Hitlers propagierten, waren seine Propheten. Auch der gottlose Stalin hat den Menschen den Heilsstaat versprochen und seine Propheten--Wortführer--, sorgten dafür, daß seine Ideen unter die Völker verbreitet wurden. Diese falschen Propheten bekleiden sich mit Schafskleidern, aber sind in Wirklichkeit den reißenden Wölfen ähnlich.

Bei den "Neuapostolischen", ist man weit von der Wahrheit abgewichen. Dort ist der Stammapostel der Christus, der im Fleische--also im apostel--, erschienen ist. Er ist daher ein falscher Christus, und seine Propheten--Diener--,falsche Propheten.

Wir müssen dem wahren Christum folgen, durch dessen Blut wir teuer erkauft worden sind. Unser Leib, Seele und Geist gehören Ihm. Es ziemt uns, Ihn zu verherrlichen, Ihm unser ganzes Herz zu geben. Wir müssen unser ganzes Leben dem Sohne Gottes widmen, der uns vom Satan und vom ewigen Tod erlöst. Kor. 7,23: "Ihr seid teuer erkauft; werdet nicht der Menschen Knechte."

Meint Paulus hiermit daß wir keine Arbeitsstellen annehmen dürfen?

Das kann er nicht meinen, denn in Titus 2:9 sagt der selbe Apostel, daß die Knechte ihren eigenen Hernen, untertänig sein sollen. Was Paulus meint ist, daß wir den menschlichen Geboten, die im Widerspruch mit den Geboten Gottes sind, nicht gehorchen sollen. Wer Fleisch für seinen Arm hält, der wird beschämt werden. Wer sich jedoch auf den hohen Gott verlaßt, der wird ewig mit Ihm leben.

Die Verführer werden in 2.Petr.2:17 genannt:"Brunnen ohne Wasser", so wie "Wolken, vom Windwirbel umhergetrieben."

Diejenigen, die selber Diener der Verderbtheit sind, versprechen Freiheit und wollen die Gläubigen von Christum abziehen, der allein Freiheit geben kann. Wir müssen uns immer vor Menschen hüten, die ihr Gehör von der Wahrheit abgewendet haben, und die einen Kaufhandel treiben mit den Seelen der Menschen.

1.Tim.4.1-3: Wenn wir dem Christus der Heiligen Schriften glauben und mit dem Heiligen Geist erfüllt sind, dann werden aus unserem Leib Ströme des lebendigen Wassers nießen. Joh.7:38-39.

Das Wasser, das Christus den Gläubigen gibt, wird in ihnen ein Brunnen des Wassers, das in das ewige Leben quillt, werden. Solange wir in der Bahn der Gottesfurcht wandeln, empfangen wir das reine frische lebendige Wasser.

Diejenigen, die sich nicht an das untrügliche Wort Gottes halten, erzeugen unreines Wasser. Wenn man dieses unreine wasser--im geistlichen Sinne-- trinkt, stirbt man den geistlichen Tod.

In der Heiligen Schrift wird an vielen Stellen vor dem Abfall des Glaubens gewarnt und vor und fremden Lehren.

Paulus schreinb in 2 Tim.1:13-15: "Halte an dem Vorbilde der heilsamen Worte, die du von mir gehört hast, im Glauben und der Liebe Christo Jesu. Dies beigelegte Gut bewahre durch den Heiligen Geist, der in uns wohnt. Das weißt du, daß sieh von mir gewandt haben alle, die in Asien sind, unter wel-chen ist Phygellus und Hermogenes."

Aus diesen Versen ist ersichtlich, daß der Teufel nicht untätig zuschaut, sondern sich immer anstrengt, des HErrn Werk zu bekämpfen und Seelenraub zu verüben.

Die Kirche des ersten Jahrhunderts besaß die Gabe der Weissagung.

Durch diese Gabe sprach der Heilige Geist in der Mitte des Volkes Gottes. Dieser Geist zeugte, daß in den letzten Zeiten etliche von dem Glauben abtreten würden, und anhangen den verführerischen Geistern und Lehren der Teufel.

In unserer Zeit gibt es viele geistliche Strömungen, wodurch das, was der Heilige Geist gezeugt hat bestätigt wird.

Wir nennen z. B. Okkultismus; Spiritismus; Christian Science--christliche Wissenschaft--; Theosophie; Stern des Ostens; Astrologie; Sophismus --Anhänger Inyat Khans--; Jehovas Zeugen usw.

Es wird also viel geistliche Ware auf den Markt gebracht.

Wir müssen jedoch das Wahre unterscheiden vom Falschen. Wer einen Schein der Wahrheit hat, ist nicht die Wahrheit selbst.

Wir müssen uns nicht führen lassen von blinden Blindenleitern, Mt.15:14. Wenn der Blinde den Blinden leitet, werden sie beide in die Grube fallen.

Wenn wir erfüllt sind mit dem Heiligen Geist, und frei sind von geistlicher Blindheit und Taubheit, so wie immer Gottes Wort annehmen als unsere Richtschnur, werden die verführerischen Geister auf uns keinen Einfluss ausüben können.

Durch die Kraft Gottes werden wir dem Bösen widerstehen konnen, damit wir nicht dessen Diener werden.

2 Tim 3:1-5: Gott will den Menschen mehr und mehr heiligen durch den Heiligen Geist, der der Geist der Wahrheit ist.

Durch die Kraft Gottes muß man dem Bösen im Menschen Widerstand leisten, damit das Gute das übergewicht gewinnen kann.

Wenn der Mensch sich selbst überlassen ist, gerat er durch die vergiftende Wirkung der Sünde immer mehr von der guten Bahn. Er versinkt in dem Sumpf der Sünde. Das Unkraut allerhand Untugenden gedeiht üppig.

Laut Lukas 11:24-26, hat der Heiland gesprochen: "Wenn der unsaubere Geist von dem Menschen ausfährt, so durchwandelt er dürre Statten, sucht Ruhe und find sie nicht; so spricht er: Ich will wieder umkehren in mein Haus, daraus ich gegangen bin. Und wenn er kommt, so findet er's gekehrt und geschmückt. Dann geht er hin und nimmt sieben Geister zu sich, die ärger sind denn ersebést; und wenn sie dahin gekommen sind wohnen sie da, und es wird hernach mit demselben Menschen ärger denn zuvor".

Je höher wir stehen, desto tiefer können wir fallen.

Der Heiland hat uns beten gelehrt: "Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Übel".

Wenn wir dem Guten nachjagen, dann werden wir den Schlingen des Bösen entrinnen.

Alles was der Teufel, der Bose, spricht, ist Lüge, Joh.8:44: "Wenn er die Lüge redet, so redet er von seinem Eigenen; denn er ist ein Lügner und ein Vater derselben."

Die widerstrebenden Pharisäer hatten einen Schein der Gottseligkeit Sie waren also Scheinisomme, Auch der Apostel Paulus hat viel Feindschaft erfahren von den scheinisommen Juden.

Dies geht z.B. hervor aus Titus 1:10-11: "Denn es sind viele frecche und unnütze Schwätzer und Verführer, sonderlich die aus den Juden, welchen man muß das Maul stopfen, die da ganze Hauser verkehren und lehren, was nicht taugt, um schändlichen Gewinns willen.""

Paulus wollte, daß diejenigen die nicht, geistlich gesehen, krank waren, gesund würden im Glauben und nicht achten würden auf die jüdischen Fabeln, so wie keinen Gehorsam bezeugen würden den Menschen, die sich von der Wahrheit abwenden.

"Den Reinen ist alles rein, den unreinen aber und Ungläubigen ist nichts rein, sondern unrein ist ihr Sinn sowohl als ihr gewissen. Sie sagen, sie erkennen Gott; aber mit den Werken verleugnen sie es, sintemal sie es sind, an welchen Gott Greuel hat, und gehorchen nicht und sind zu allem guten Werke untüchtig". Tit.1:15-16.

1.Petr.1:18-19: Das ganze Gold und Silber der Erde kann den Menschen nicht freimachen von dem Fluch des Gesetzes, von der Macht und der Strafe der Sünde. Deshalb stellte der Sohn Gottes die Frage:"oder, was kann der Mensch geben, damit erseine Seele wieder löse". Mt.16.26.

Hierüber lesen wir in Psalm 49,7-9 folgendes: "die sich verlassen auf ih Gut und trotzen auf ihren großen Reichtum.? Kann doch einen Brudr niemand erlösen noch in Gott versöhnen denn es kostet zuviel, ihre Seelen zu erlösen; man muß es lassen anstehen ewiglich"".

Das Blut Christi hat größeren Wert als alle Schatze der Erde, es hat schuldtilgende Kraft. Wir müssen Ihm nachfolgen im Sprechen, Denken und Handeln. Niemand kann sich selbst erlösen, geschweige denn, daß jemand seinen Nächsten erlösen könnte.

Nur Christus kann alle Menschen, von Adam bis zum letzten Menschen, der einst geboren wird, erlösen. Christus, das unsträfliche, unbefleckte, göttliche Lamm, ist einst für die gefallene Menschheit gestorben, damit diese nicht in der ewigen Todesnacht bleiben wird.

Der Verfasser des genannten Psalms 49,16 sehnte sich nach dieser ewigen Erlösung, denn er sagte: "Aber Gott wird meine Seele erlösen aus der Hölle Gewalt; denn Er hat mich angenommen."

Keinem anderen Christum sollen wir folgen als dem, der am Kreuze gestorben ist und der auferstanden und gen Himmel gefahren ist. Einst wird Er wiederkommen, um die Seinen zu bringen an die Statte, die Er ihnen bereitet hat.

2 Petrus 2:1-3: Der Teufel hat zu jeder Zeit Männer gehabt, die in tückischer Weise die Seelen der Menschen zu fangen versuchten. Die Diener des Bösen wolten diejenigen, die unter die Herrschaft Christi gekommen sind unter die Herrschaft des Satans bringen. Einst kam der Satan in hinterlistiger Weise zu Eva und streute die Saat des Zweifels und des Mißtrauens in ihr Herz.

Später kam der Satan durch falsche Propheten zum israelitischen Volk, uns es von Gott abzuziehen.

In Hes. 13:4 steht geschrieben: "0, Israel, deine Propheten sind wie Füchse in den Wïsten!"

Der Fuchs ist seiner Schlauheit wegen bekannt. Wenn es dunkel geworden ist, fangt er seinen Raubzug an. Auch die falschen Propheten gehen auf Raubzug aus. Sie sprechen gemachte Worte--schlaue, gerissene Worte--.

Wie ein Kaufmann preisen sie ihre geistliche Ware an. Sie tun als ob das, was sie anbieten, viel besser ist, als das, was die Kinder Gottes besitzen. Der Satan ahmt Gottes Werk nach.--Wie wir es z. B. bei "Neuapostolischenn" sehen.

Unter den Menschen gibt es viel geistliche Finsternis und in dieser Finsternis versuchen die Diener des Satans ihre Schafchen zu scheren.

Der HErr Jesus sagte zu Seinen Jüngern: "Siehe, ich sende euch wie schafe zwischen die Wölfe, darum seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben". Matth.10,16.

Die Schlange ist sehr vorsiehtig, damit sie den Gefahren entkomme. Viele Gefahren bedrohen die Diener und Nachfolger des HErrn. Diese müssen immer dem Bösen widerstehen. Die Diener des Bösen hantieren mit den Waffen der Ungerechtigkeit. Die Diener Gottes müssen jedoch mit den Waffen der Gerechtigkeit kämpfen und immer den Harnisch Gottes anhaben. Eph.6:10-17.

Offb.18,11-15: Die Häupter der Kirchen und Staaten haben die vom Heiligen Geist berufenen Diener nicht angenommen. Keine der kirchlichen Abteilungen dat die Botschaft, die der HErr Jesus durch Seine Diener in der letzten Zeit gebracht hat, annehmen wollen. Gleich wie der Heiland, als Er auf Erden war, gesagt hat, daß das irdische Jerusalem unter das Urteil Gottes kommen würde, so hat Er durch Weissagung in der apostolischen Kirche und durch Seine Diener das Urteil über die Christenheit, das geistliche Jerusalem verkündet. Wenn Gott das jüdische Volk, der Verheißung nach Sein Volk, nicht verschont hat, wird Er ebensowenig das christliche Volk entschuldigen, das grouml;ßtenteils aus dem Heidentum hervorgekommen ist, und das naturwidrig in den guten Ölbaum--Christus-- gepfropft worden ist.

Gleich wie Israel hat auch die Christenheit die Erstgeburt weniger geachtet als irdische Güter, weltliche Genüsse, so daß Gott den Segen der Erstgeburt nicht dem christlichen Volke schenkt, das zum größten Teil blind ist vor den Gefahren, die es bedrohen.

Denn die widerchristlichen Grundsätze werden mehr und mehr Boden gewinnen und der Unglaube wird überhand zunehmen.

26:

VERIRRUNG

1.Thess.1,3-10: In Apg.17 lesen wir, daß Paulus in Thessalonien in der Synagoge der Juden das Evangelium predigte und zwar an drei Sabbaten.

Er bewies aus den Schriften, daß Christus leiden und getötet werden und dann von den Toten auferstehen mußte.

Jesus von Nazareth, den die Juden in ihrer Erblindung hatten kreuzigen lassen, mußte also der Christus sein und diesen Christus verkündigte Paulus. Seine Worte fanden Anklang in den Herzen etlicher Juden und vieler Griechen, unter denen es vornehme Frauen gab Die ungehorsamen Juden erregten einen Aufruhr mittels einiger boshafter Männer Pöbelvolks, so daß Paulus und Silas Thessalonien verlassen mußten.

In 2.Thess.1 schreibt Paulus von Verfolgungen und Trübsalen, welche die Thessalonicher erdulden mußten. Um der Wahrheit und der Gerechtigkeit willen mußten sie Feindschaft erleiden von denen, die Feinde des Kreuzes Christi waren.

Was die Thessalonicher empfangen hatten, war kein Menschenwort, sondern das göttliche lebenserweckende Wort, das nun in denen, die glaubten, wirkte.

Sie waren Nachfolger geworden der Gemeinde Gottes und Jesu Christi in Judäa. Die Gläubigen in Thessalonien hatten dasselbe gelitten von ihren eigenen Mitbürgern wie die Gemeinden Judäas von den feindlichen Juden.

Diese hatten den HErrn Jesus getötet, so wie ihre eigenen Propheten, und jetzt verfolgten sie Paulus und die anderen Diener Gottes.

Sie waren allen Menschen zuwider, weil sie ihrem eigenen Glück im Wege standen. Sie hinderten Paulus und andere zu den Heiden zu sprechen, damit sie selig würden.

So erfüllten sie das Maß ihrer Sünden, so daß der Zorn Gottes zum Ende hin über sie kam. l.Thess. 2:13-16.

Inmitten aller Verfolgungen und Trübsale haben die Thessalonicher Geduld an den Tag gelegt. Ihr Glaube war gewachsen und ihre Liebe hatte zugenommen.

Darüber freute sich Paulus und dafür war er Gott gegenüber dankbar. Die Gläubigen zu Thessalonien würden gewiß einst vom gerechten Gott belohnt werden.

Jedoch diejenigen die unterdrückten und verfolgten, wurden dem Gericht Gottes nicht entgehen. Einst wird also der Tag der Vergeltung kommen.

Die Zeitgenossen Maleachis meinten, es ware vergebliche Mühe Gott zu dienen. Sie sagten laut Maleachi 3.14-15: "Es ist umsonst, daß man Gott dienet; und-was nützt es, daß wir sein Gebot halten und ein hartes Leben vor dem Herrn Zebaoth führen.? Darum preisen wir die Verachter denn die Gottlosen nehmen zu, sie versuchen Gott, und alles geht ihnen wohl aus."

Diejenigen, die den HErrn fürchten, sollten sieh jedoch überlegen, daß Er alles sieht und hört, und daß vor Seinem Angesieht ein Denkzettel geschrieben ist für die, so den HErrn fürchten und Seines Namens gedenken. Die Gottlosen versuchen Gott und sie entkommen, aber sie werden nicht immer entkommen.

Deshalb weissagte der Prophet Maleachi: "Denn siehe, es kommt ein Tag, der brennen solt wie ein Ofen; da werden alle Verächter und Gottlosen Stroh sein, und der künftige Tag wird sie anzündern, spricht der Herr Zebaoth, und wird ihnen weder Wurzel noch Zweige lassen." Vers 19.

Einst werden die Rollen also vertauscht sein: die Unterdrückten und Verfolgten werden erquickt werden, die Unterdrücker und Verfolger werden dagegen unterdrückt werden; dadurch kommen sie ins Feuer des Urteils Gottes.

Der HErr wird jedem vergelten nach seinen Werken, Röm. 2:7-1O: "Preis und Ehre und unvergängliches Wesen denen, die in Geduld und guten Werken trachten nach dem ewigen Lenen, aber denen, die da zänkisch sind und der Wahrheit nicht gehorchen, gehorchen aber der Ungerechtigket, Ungnade und Zorn; Trübsal und Angst uber alle Seelen der Menschen, die da Böses tun, vornehmlich der Juden und auch der Griechen.Preis aber und Ehre und Friede allen denen, die da Gutes tun, vornehmlich der Juden und auch der Griechen"

Die Gläubigen zu Thessalonien mußten leiden für das Reich Gottes, jedoch auf dieses Leiden würde ein ewiges Sichfreuen folgen. Wir müssen für unsere Feinde beten in dem Sinne, daß sie Abstand nehmen von ihrer Feindseligkeit und an das Licht der Wahrheit glauben werden.

Auch Paulus, der Verfasser der Briefe an die Thessalonicher, war einst ein Feind der Kirche Christi. Irren ist menschlich, nicht irren ist göttlich; bei seinem Irrtum beharren jedoch ist teuflisch.

Wir müssen immer wider die Irrtümer der Menschen streiten. Wenn wir die volle Wahrheit empfangen haben, müssen wir sie immer bekennen, damit kein anderer unsere Krone nehmen wird. Wenn wir für die Wahrheit streiten, werden wir einst siegen,Christus ist unser Vorbild. Er litt, Er stritt, Er siegte. Und wie hat Er streiten müssen wider die Irrlehrsatze der Pharisäer, Sadduzäer und Schriftgelehrten!

2 Thess. 2:1-12. Die Thessalonicher und die anderen Gläubigen sehnten sieh nach der Wiederkunft unseres HErrn Jesu Christi. Daß man sich nach der Wiederkunft des himmlischen Bräutigams sehnt ist gut; aber nicht gut ist, daß man meint, deshalb nicht mehr arbeiten zu brauchen.

Diese Ansicht war bei einigen Menschen zu Thessalonien aufgekommen, wie aus 2 Thess.3:10-12 ersichlich ist.

Die Gläubigen zu Thessalonien sollten sich nicht so bald bewegen lassen von ihrem Sinn, noch erschrecken, weder durch Geist, noch durch Wort, noch durch Brief als von Paulus gesandt--wie man behauptete.

Einst wird die Brautgemeinde zu Christum versammelt werden-- d.h.mit Ihm vereinigt werden--. Vorher wird sich jedoch der Mensch der Sünde, das Kind des Verderbens, in voller Kraft offenbaren. Das Kind des Verderbens ist der Widerchrist.

Aus 1.Joh.2:18,19 und 22,23; 1.Joh.4,3 so wie 2.Joh.7 ist ersichtlich, daß zur Zeit des Apostels Johannes die widerchristlichen Anfänge--Grundsatze--anwesend waren, und zwar in den Gnostikern, Doketen usw., die Christus als Offenbarung Gottes im Fleische leugneten.

In der Zukunft wird sich der Widerchrist in der Obrigkeit offenbaren, die ein Gesetz erlassen wird, das die Predigt und das Dienen des wahren Gottes und dessen Sohn Jesus Christus verbieten wird,

Der Brautkirche zuliebe wird die völlige Entwicklung der widerchristlichen Macht zurückgehalten. Wenn die gottlose Macht sich in ihrer ganzen Kraft zu offenbaren anfangt, dann ist auch die Zeit da, daß der HErr Jesus wiederkommt zur Erlösung Seines Volkes aus der Stunde der widerchristlichen Versuchung, "die uber den ganzen Kreis der Ehrde kommen wird zu versuchen die da wohnen auf Erden". Offb.3:10.

Die Zukunft des Widerchristen ist nach der Wirkung des Satans mit allerlei lügenhaften Kraften und Zeichen und Wundern. Es sind bereits Wissenschaftler aufgestanden, die die Schöpfungsgeschichte der Bibel leugnen. Auf wissenschaftliche Weise versucht man zu beweisen, daß die Erde; Tier und Mensch in anderer Weise entstanden seien.

Widerchristliche Lehrsätze werden verkündigt. Jedoch all diese Lehrsätze sind Wunder der Lüge. Der Mensch will sein eigener Gott sein.

Christus, der Gott ist, hat eine Knechtsgestalt angenommen, indem Er Mensch wurde. Er wurde für uns der Gottmensch. Der Mensch, der aus der Erde irdisch ist, versucht die Existenz eines persönlichen Gottes wegzurasonieren schimpfen, nörgeln.

Vom Satan verblendet werden die Menschen der widerchristlichen Staatsmacht die höchste Ehre bringen. Der Widerchrist wird im Tempel Gottes inmitten der Christenheit sitzen wie ein Gott--vergt. Hes. 28,2; Offb. 13.

Wir müssen uns niemals tauschen lassen von den Dienern des Satans. Der Mensch ist seiner Natur gemaß hochmütig. Dies weiß der Satan, der ja selbst durch Hochmut gefallen ist. Wir müssen im Glauben beharren nach der Schrift und dem Bösen immer widerstehen. Wenn wir die Lüge lieben, kommen wir unter die Macht Satans, der ein Lügner ist vom Anfang her. Gleich wie Gottes Geist in den Kindern des Gehorsams wirkt, so wirkt der verführende Geist des Fürsten der Finsternis in den Kindern des Ungehorsams.

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